Kurioses & Wissenswertes

 

Für Zahlenmystiker

Die Nummer 13 im Leben Richard Wagners. Ein interessanter Fall.

Richard Wagner, der im Jahre 1813 geboren wurde, dessen Quersumme wiederum 13 ergibt und dessen Name 13 Buchstaben enthält, vollendete an einem 13. Januar, genau 13 Monaten von seinem Tod am 13. Februar, sein 13. und letztes Bühnenwerk.

In: "Richard Wagners Opern. Ein musikalischer Werkführer". Sven Friedrich.
C.H. Beck/Wissen


Eine Gesangsprobe beim Meister

1873

Als Richard Wagner an die Besetzung der Partien des "Nibelungen-Rings" - erste Aufführung in Bayreuth - dachte, war auch der vielgerühmte Tenorist Franz Diener (1849-1879) ins Auge gefasst worden, und zwar für die Rolle des Siegfried. Es traf sich, dass Diener am Kölner Stadttheater engagiert war, als Wagner Köln zum ersten Male besuchte. Es wurde nun beschlossen, den Künstler Wagner vorzuführen, damit er Gesangsprobe ablege. In froher Hoffnung setzte sich Wagner an den Flügel und gab Diener das Zeichen "Lohengrins Abschied" zu singen. Es dauerte aber nicht lange, da schloss Wagner das Klavier und sagte einfach: "Gute Nacht, Herr Diener". Wir waren beide bestürzt. Wagner ging einige Mal im Zimmer auf und ab, tadelnde Worte ausstoßend. Da ergriff ich seine Hand und schlichtete des armen Künstlers Angst und Verlegenheit, ihn bittend, er möge ihn nach gegebener Belehrung wieder vornehmen. Wagner, der ja auch sehr gutmütig war, gab gleich nach, sang einzelne Stellen vor und lud dann Diener zum Nachsingen ein. Dem Armen schwoll das Herz vor Freude. Nun fiel die Probe so gut aus, dass Wagner erfreut sagte: "Singen Sie den Lohengrin in solcher Behandlung, dann gratuliere ich". So war alles wieder gut geworden. 

 

Aus "Bilder aus der Musikwelt". Studien und Erlebnisse von August Lesimple. Kapitel XI: Von Richard Wagner - Persönliches über den Bayreuther Meister. 
Verlag Ferdinand Sohn, Köln 1891

 


Wagner, Liebig und der Fleischextrakt

Im Laufe des 19. Jahrhunderts sind verschiedene Fleischextrakte zur ärztlichen und zur allgemeinen Verwendung entwickelt worden, doch keiner unter ihnen so viel Erfolg wie der Fleischextrakt von Justus Liebig (1803-1873). Die relativ schonende Extraktion und Konzentrierung des Produktes, seine Reinheit von Fremdstoffen und seine gleichmäßig hohe Qualität haben seine Einführung seinerzeit sehr beschleunigt. Der Name Liebigs, der in der Werbung benutzt werden durfte, tat ein Übriges, um seinen Fleischextrakt zu einem vollen Erfolg werden zu lassen.

Die Idee, Verbraucher mit Sammelbilder an bestimmte Produkten zu binden, ist nicht neu. Diese emotionale Produktbindung und damit einhergehende längere Produktnutzung ist nicht nur aus Nachhaltigkeitssicht interessant. Auch Konsumenten können von einer gesteigerten Erlebnisqualität profitieren und für Hersteller ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal darstellen.

Die berühmten Sammelbilder der Firma Liebig sind in Deutschland zwischen 1872 und 1940 massenhaft verbreitet worden, insgesamt 1138 Serien mit in der Regel je sechs Bildern. Sie waren als Werbegeschenk dem „Liebig’s Fleisch-Extract“ beigegeben, einem Luxusprodukt, das vor dem ersten Weltkrieg nur für wohlhabende Kreise erschwinglich war. Die in aufwändiger Druckqualität hergestellten Bilder sind ein bislang kaum ausgewertetes Zeugnis für Denk- und Wahrnehmungsweisen des letzten und vorletzten Jahrhunderts, für Vorstellungen der europäischen und außereuropäischen Geschichte, der Arbeitswelt, der Kolonien, der Familien- und Geschlechterordnungen und vieler anderen Bereiche bürgerlicher Kultur.

Quelle: Bernhard Jussen „Atlas des historischen Bildwissens“, The Yorck Project, Berlin 2002

Zum Werk Richard Wagners wurden von Liebig folgende Serien veröffentlicht: Richard Wagners Leben, Männergestalten aus Wagner-Opern, Frauengestalten aus Wagner-Opern, Opernszenen I-II, Parsifal, Tannhäuser, Lohengrin, Meistersinger I-II, Tristan und Isolde & Walküre.

Heute sind diese Sammelbilder hochbegehrte Sammelobjekte und werden in Tauschbörsen und Auktionshäusern hoch gehandelt. Ein komplettes Set der Serie„Parsifal“kostet bis zu 50€. Für seltene, zweiteilige Serie (12 Bilder) „Meistersinger“ sind zwischen 90€ und 150€ fällig.

 

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